Wer Kinder und Jugendliche von sozialen Medien ausschließen möchte, um sie zu schützen, der könnte ihnen ebenso die Teilnahme an Demonstrationen verbieten. Schließlich könnte man sich dabei verletzen, manchmal werden Steine geschmissen und viele Demo-Parolen sind sehr polemisch. Auch die Mitgliedschaft in einer Partei könnte eine Altersgrenze bekommen; der Politikbetrieb ist alles andere als harmlos. Und bei all den Horrornachrichten wäre es besser, wenn junge Menschen nicht länger die Tagesschau sehen dürften.
Solche Forderung stellt derzeit zwar keiner. Sie machen aber deutlich, was hinter dem vielfach geforderten Social-Media-Verbot steckt: Im Namen des Schutzes für Minderjährige wird mehr eingeschränkt, als nötig wäre. Das Recht junger Menschen auf politische Teilhabe und die Pflicht des Staats, sie dazu zu befähigen, fallen unter den Tisch.
Seit die australische Regierung Ende des vergangenen Jahres ein Social-Media-Verbot für Menschen unter 16 Jahren eingeführt hat, findet die Regelung auch in Deutschland immer mehr Zuspruch. Hierzulande drehen sich große Teile der Debatte darum, ob ein Verbot für bestimmte Altersgruppen juristisch umsetzbar wäre, welche technischen Mittel wie datensicher wären und wie hoch die Altersgrenze sein sollte. Doch egal, welche Methode zur Durchsetzung eines Social Media-Verbots für Kinder und Jugendliche herangezogen würde: Der Ausschluss einer ganzen Bevölkerungsgruppe von relevanten Orten der politischen Teilhabe ist nicht mit ihren Teilhaberechten vereinbar.
Es darf nicht nur Hürden geben
Besonders düster sind die Bilder, die Befürworter eines Social-Media-Verbots für Jugendliche malen. Soziale Medien würden junge Menschen demnach regelrecht vergiften. Es drängt sich der Eindruck auf, Reels zu schauen sei ungefähr genauso schädlich, wie Crack zu nehmen, und gehöre selbstredend verboten.
Oft ins Feld geführt wird außerdem, Jugendliche seien besonders empfänglich für politischen Populismus in sozialen Medien, der eine der Hauptursachen für die Zunahme radikal rechter Tendenzen bei jungen Menschen wäre. Um das zu verhindern, solle man deswegen für antidemokratische Inhalte empfängliche Menschen von bestimmten Plattformen ausschließen.
Oft vernachlässigt wird in der Debatte jedoch, dass Kinder und Jugendliche nicht nur das Recht haben, vor jugendgefährdenden Inhalten geschützt zu werden. Kinder und Jugendliche haben all die Grundrechte, die auch Erwachsene haben. Nicht ihre Freiheit muss begründet werden, sondern die Begrenzung ihrer Freiheitsrechte.
Für Kinder und Jugendliche bedeutet das: Es darf nicht nur Hürden geben, sondern es muss auch Freiheiten geben – etwa die, sich zunehmend selbstständig aus einer Vielzahl öffentlicher Quellen zu informieren, Medien selbst zu wählen und Informationen mit anderen zu teilen. Eine Beschränkung dieser Freiheit wäre ein starker Eingriff in die Grundrechte einer Bevölkerungsgruppe, die über zwölf Millionen Menschen umfasst.
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Instagram ist kein Psychothriller
Auch für Filme, Spiele und Bücher gibt es Altersgrenzen – aber soziale Medien sind kein einzelnes Medium wie ein Film, sondern große, vielfältige Räume des öffentlichen Lebens. Sie sind der Ort, an dem Kinder und Jugendliche in großer Zahl etwa Nachrichten konsumieren, politische Geschehnisse verfolgen und sich eine Meinung bilden.
Junge Menschen informieren sich zunehmend weniger über klassische Nachrichtenmedien wie den Rundfunk oder Tageszeitungen. Dass 12- bis 15-Jährige nach einem Social-Media-Verbot verstärkt damit anfangen würden, die FAZ zu lesen oder das Heute Journal zu schauen, ist lebensfremd. Was ein solches Verbot also bewirken würde, ist, Jugendliche von Information auszuschließen und ihre Informiertheit zu verringern.
Das Recht, sich ungehindert zu informieren und eine eigene Meinung zu bilden, unterscheidet sich in seiner Relevanz für die Gestaltung des eigenen Lebensentwurfs junger Menschen fundamental von der grundsätzlichen Freiheit, einen Psychothriller zu schauen oder einen Ego-Shooter zu spielen.
Wer Kinder und Jugendliche vor den schädlichen Aspekten sozialer Medien schützen möchte, müsste also spezifischer vorgehen, je nach konkretem Risiko. Um Jugendliche vor Horrorfilmen zu schützen, gibt es schließlich auch kein pauschales Kinoverbot, sondern eine Altersgrenze pro Film. Entsprechend bräuchte es zum Beispiel eher Einschränkungen für die potenziell radikalisierende Sogwirkung algorithmisch sortierter Feeds auf sozialen Medien – aber kein pauschales Social-Media-Verbot.
Auf sozialen Medien geht es um Austausch
Was soziale Medien ebenso fundamental von Büchern oder Filmen unterscheidet, ist, dass sie nicht nur konsumiert werden, sondern auch Plattform für Austausch sind. Menschen teilen eigene Informationen über soziale Medien, etwa explizit politische Meinungen oder bloße Dokumentationen ihres Alltags, und geben sie an andere weiter, die diese Inhalte wiederum selbst konsumieren und weitergeben können. Dazu gehört auch etwa das Liken und Kommentieren von Beiträgen.
Das bedeutet, dass soziale Medien nicht nur Räume sind, an denen Informationen und Meinungen passiv wahrgenommen werden – etwa, wenn man sich die Tagesschau ansieht –, sondern auch aktiv geteilt und verbreitet werden – wie wenn man ein Flugblatt verteilt oder eine Demo-Rede hält.
Politische Teilhaben stärken statt schwächen
Erwachsene sollten Möglichkeiten zur politischen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken, statt sie durch ein Social-Media-Verbot zu schwächen. Minderjährige von sozialen Medien auszuschließen würde Misstrauen in eine gesamte Generation ausdrücken und könnte den Eindruck erwecken, man würde sich vor der Politisierung junger Menschen fürchten.
Vielmehr müssen junge Menschen stärker in die öffentliche Meinungsbildung mit einbezogen werden. Soziale Medien sind dazu besonders gut geeignet, weil Jugendliche sich dort austauschen, vernetzen und organisieren können. Bewegungen wie etwa Fridays for Future, #MeToo, Black Lives Matter, „Frau, Leben, Freiheit“ oder die Proteste um Lützerath hätten wohl nicht dieselbe Resonanz gefunden, wenn insbesondere junge Menschen nicht über etwa Instagram oder Twitter davon erfahren und daran teilgenommen hätten. Wäre der Demokratisierung junger Menschen geholfen, sie von diesen Teilhabemöglichkeiten auszuschließen?
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Würde jetzt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche eingeführt werden, würden bestehende demokratiekritische Tendenzen bei jungen Menschen nicht einfach verschwinden. Wahrscheinlicher ist, dass viele junge Menschen das Verbot als Beeinträchtigung ihrer Informations- und Meinungsfreiheit erkennen und darüber – auch politisch – frustriert wären.
BzKJ sieht Verstoß gegen UN-Kinderrechtskonvention
Ablehnung für das Social-Media-Verbot gibt es nicht nur von Kindern und Jugendlichen, die sich ihre digitalen Räume nicht wegnehmen lassen möchten. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz sieht in einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gar einen Verstoß gegen den 17. Artikel der UN-Kinderrechtskonvention. Demnach müssen die Vertragsstaaten sicherstellen, dass Kinder „Zugang [haben] zu Informationen und Material aus einer Vielfalt nationaler und internationaler Quellen“.
Das Internet und die Plattformen, die es bereithält, gehören zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und sind ein wesentlicher Ort, an dem sie Informationen erlangen. Gerade deshalb muss ihnen ein sicherer Zugang dazu ermöglicht werden. Um das zu erreichen, sieht das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) je nach Dienst und Risiko zahlreiche mögliche Maßnahmen vor: Neben Datenschutz-wahrender Altersverifikation sind das etwa ein Verbot suchtförderder Funktionen oder verstärkte Anforderungen an Inhaltsmoderation.
Plattformen für alle sicherer machen
Es stimmt, dass soziale Medien diverse Gefahren bereithalten. Sexuelle Übergriffe, Bedrohungen, Desinformation, manipulative Designs, Gewaltdarstellungen oder demokratiefeindliche Inhalte sind nur einige davon. Das sind jedoch nicht nur Gefahren für Kinder und Jugendliche, sondern für alle. Besonders angreifbar sind dabei vulnerable Gruppen – nicht alle haben die hohe Medienkompetenz oder die ausgefeilten Recherche-Kenntnisse, die dabei helfen, sich vor Übergriffen zu schützen.
Es gibt auf sozialen Medien auch Inhalte, die niemand sehen sollte, weder Kinder noch Erwachsene. Etwa weil sie in extremem Maße gewaltverherrlichend, volksverhetzend oder ehrverletzend sind. Vor der Verbreitung solcher Inhalten müssen mehr Menschen als nur Kinder und Jugendliche geschützt werden – sowohl diejenigen, die als Opfer in diesen Darstellungen abgebildet werden als auch die Vielzahl von Menschen, die durch den Konsum solchen Materials gefährdet werden kann. Gegenüber all diesen Menschen hat der Staat eine Schutzpflicht.
Wenn der Staat sich hier aber nicht imstande sieht, seinen Schutzpflichten gegenüber der gesamten Bevölkerung gerecht zu werden, entscheidet er sich stattdessen für einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Rechte einer Bevölkerungsgruppe.
Statt Kinder und Jugendliche von potenziell gefährlichen Orten auszuschließen, sollten die Gefahren selbst entschärft werden. Das muss insbesondere durch konsequente Plattformregulierung und eine politische Weiterentwicklung des DSA geschehen. Das Ziel sollte sein, Plattformen für alle Menschen sicherer zu machen.

Ein typischer ja-sager-Artikel ;-)
Hinter nahezu jedem Artikel plinkt in meinem Kopf „so ist es“, „genau“, „ja ja ja“ auf. Ich unterschreibe das! High five!
Nur in einem Punkt stimme ich so nicht unbedingt zu bzw. möchte das IMHO klarstellen, selbst wenn es hier keinen Widerspruch zum Artikel geben sollte.
Wenn eine Firma geltendes Recht zum Jugendschutz, sogar das Grundgesetz, in eklatanter Weise verletzt, dann ist nicht der Staat dafür verantwortlich. Dann ist diese Firma, die das tut, dafür verantwortlich. Man siehe beispielsweise den Roblox Artikel nebenan. Hier gehören nicht die Kinder reglementiert. Hier gehört eine unverantwortliche Firma und gierige Firmenleitung bestraft.
Wie wäre es, wenn sich die Staatsanwaltschaft, ggF. auf Weisung des Justizministers sich damit beschäftigt? Es gibt ein geltendes Recht. Ist es richtig, statt dessen die Verantwortung auf Kinder und Eltern abzuschieben oder sie gar alleine zu lassen, während die Firmen weiter damit Geld scheffeln? Genau das tut ein „social media“-Verbot für Jugendliche und Kinder, ohne irgend eine objektiv nachweisbare Wirksamkeit (die mir bekannt ist, abseits der Schädlichkeit übermäßiger „Handy“-Nutzung).
Ich halte hier mal ein. Fragen zur Durchsetzbarkeit, rechtliche Fragen, Verantwortung, Selbstjustiz, den (Un-)Sinn von DNS-Sperren, Altersverifikation, Medienstaatsverträgen und unserer Verantwortung Kindern gegenüber und den Impakt auf Gesellschaft und nicht zuletzt Wirtschaft und einiges mehr, können wir bei Bedarf gerne diskutieren.
Das „Internet“ und Social-Media-Plattformen sind nicht identisch.
Ein Verbot, bzw. ein Mindestalter für Social-Media-Plattformen schließt damit Kinder nicht ummittelbar vom Intenet aus.
Und wenn Moderation der Inhalte von Social-Media-Plattformen funktionieren würde, gäbe es diese bereits.
Social Media sind leider keine reinen Informationsplattformen. Auch Youtube nicht.
Strukturierte Daten für reine Bildungsvideos? Fehlanzeige! Viel zu kompliziert, müsste man quasi moderieren, und das werden die nicht tun.
Unmoderierter Klassenchat wäre auch eine schlechte Idee. Niemand guckt jemals vorbei, aber alle können sich verbinden? Die schaukeln sich hoch, beleidigen sich, und dann gibts zusätzlich zu Drogen auch noch Gewalt in der Szene.
Bitte realistische Alternativen schaffen!
Es ist schon erstaunlich, wie weit man ein Thema verfehlen kann. Die Autorin hat offenbar keinerlei Bezug zu U16 Jugendlichen und deren Konsum sozialer Netzwerke. Häufig liest man in Bezug auf die Debatten um Altersgrenzen für Social Media Kommentare und Artikel, die sich an sozialer und politischer Teilhabe abarbeiten und Übergriffe oder Gewaltdarstellungen als lösbares Problem darstellen, es brauche nur entsprechenden politischen Willen.
Leider lenkt der Blick auf diese Themen vom Kern der Debatte ab: Soziale Netzwerke sind ein hässliches Suchtmittel. Die Jugendlichen schauen sich hauptsächlich belanglose und kurzweilige Videos an, dazwischen mischen sich gern eindrückliche Propagandaclips der Blauen und umher hopsende OF-Darstellerinnen, die neue Kunden gewinnen wollen. Dieser ganze Sumpf muss genau so funktionieren, weil die Firmen hinter den „sozialen“ Netzwerken Geld verdienen wollen und zwar möglichst viel. Sozial ist an diesen Netzwerken nichts.
Teilhabe entsteht durch gute Bildung, Räume, in denen echter Austausch stattfindet und Köpfe, die in der Lage sind, klare Gedanken zu fassen.
Die sozialen Netzwerke von damals gibt es nicht mehr; wo in der Erinnerung eines manchen Kolumnisten vielleicht gute Debatten in Facebook-Gruppen oder ICQ-Chats zu finden sind, steht heute nur und nur noch der Profit von Unternehmen. Unternehmen, die genau so agieren wie die Tabakindustrie, die uns weismachen wollte, Zigaretten seien gesund.
Bitte hört auf mit diesen Artikeln, bitte hört auf, eine Lanze zu brechen für eine Industrie, die nur süchtig machen will. Kinder sind eben keine „kleinen Erwachsenen“, sie sind viel gefährdeter für Sucht, Manipulation und Ausbeutung. Wir sollten unseren Kindern und Jugendlichen ermöglichen, zu lernen, wie echte Debatten geführt werden, auch mal Langeweile zu haben und eigene Gedanken darin zu fassen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Aufmerksamkeit ein kostbares Gut ist.
Wieso bricht der Artikel eine Lanze für die Industrie? Dass Meta und Co. nichts mit sozial zu tun haben, ist unbestritten. Das ist aber schädlich für alle Menschen. Die sind Opfer und nicht Täter. Folglich gehören die Konzerne belangt.
Doch ein „soziale Medien Verbot“ für Jugendliche kehrt Opfer und Täter um. Außerdem, es gibt auch Mastodon. Es gibt auch Foren und Signal usw. Jugendliche pauschal auszuschließen und die Konzerne gewähren zu lassen ist … nicht akzeptabel und grundrechtswidrig (und zudem unnütz).
Außerdem, die Befürworter eines „social media“-Verbots für Jugendliche haben (oftmals) weder etwas gegen WhatsApp an Schulen, noch etwas gegen das übergriffige MS-Schnüffeloffice. Gebt Kinder und den Menschen Rechte, die sich dagegen stemmen, statt unausgegorene Verbote auszusprechen.
Meta, Google, X und Co. sind nicht das Internet. Sie sind nur Parasiten. Das aber war nicht das Thema des Artikels.
„Grundrechte sind nicht FSK 16“ – naja, stimmt das denn objektiv? Kann jemand unter 16 z.B. einfach ausziehen und sich frei einen Wohnort suchen?
„Auf sozialen Medien geht es um Austausch“? Ähm, nein, nur vordergründig.
1. Den Kindern und Jugendlichen geht es nicht um Austausch, sondern um die darunter liegenden Bedürfnisse: Dazugehören, Anerkennung usw. Das macht sie ja so empfänglich für Manipulation und so gefährdet, psychische Störungen zu erleiden. Das noch in Entwicklung befindliche Gehirn kann leicht durch falsche Impulse dauerhaft Schaden nehmen, das wissen wir ja beispielsweise auch von THC.
2. Den Plattformbetreibern geht es nicht um Austausch, sondern einzig und allein um: Geld machen. Das machen sie durch die Aufmerksamkeitsökonomie (Erregungsökonomie). Die Algorithmen bevorzugen und fördern reißerische Inhalte (Hass, Hetze, Fälschungen) und fördern süchtiges Verhalten. Diesen Mechanismen mit Moderation oder Regulation beikommen zu wollen, ist illusorisch. Allein die Menge Arbeit, die Moderation erfordern würde, schließt diesen Weg aus. Außerdem läuft er dem Geschäftsmodell zuwider. Die kommerziellen antisozialen Plattformen werden sich wohl kaum den Ast absägen, auf dem sie sitzen.
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, sagte Adorno. Die Plattformen so zu regulieren, dass sie insbesondere Kinder und Jugendliche nicht gefährden, halte ich für schlicht unmöglich. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist ein komplettes Verbot des Geschäftsmodells aus:
* Erregungsökonomie samt der manipulierenden Algorithmen,
* Daten sammeln (und damit handeln!),
* persönlich gezielte Werbung ausspielen.
Übrigens sind die existierenden antisozialen Plattformen keineswegs alternativlos. Es gibt das Fediverse! Dort finden sich viele Anwendungen, die Austausch über alles mögliche erlauben: Texte, Bilder, Videos. Klar, man muss etwas gegen den Netzwerkeffekt unternehmen, den die kommerziellen Interessen der Plattformbetreiber munter befördern. Dazu würde gehören, immer wieder auf diese Alternativen hinzuweisen. – Mehr in meinem Blog.
Schöne Überschrift. Guter Slogan.
Mit Aktionismus gegen Bevölkerungsgruppen, die für die regierenden (Rentner-)Parteien irrelevant sind kann man bei der Hauptwählergruppe gut Stimmung machen und von eigentlich anderen, wichtigeren Themen ablenken. (59% der Wahlberechtigten sind ü50, da sind alle Anderen nur nettes Beiwerk)
Kinder und Jugendliche mussten und müssen derzeit viel einstecken:
während Corona hatten sie von allen Bevölkerungsgruppen das stärkste Nachsehen, Entschädigungen in Form von Zuwendungen durch die Politik waren nicht existent. Stattdessen wird ihnen eigenständiges Denken abgesprochen.
Es hagelt Verbote, Reglementierungen und Überwachungsfantasien.
Ernsthaft investieren in Schulen, Programme für Kinder und Jugendliche, sonstige Bildungseinrichtungen Fehlanzeige. Lieber Wahlgeschenke, Populismus und Realitätsverweigerung.
Wie glauben eigentlich die Parteien, wie das bei der Jugend ankommt, wenn ihnen jegliches Selbstbestimmungsrecht abgesprochen wird? Dass ihre Meinung nichts Wert ist, sie aber mit den Entscheidungen der Politik 60+ Jahre leben müssen? Dass man ihnen auch noch den Raum nimmt, der ihnen noch geblieben ist: das Internet? Dass Proteste sinnlos sind, wenn man einfach ignoriert und für dumm verkauft wird (siehe gescheiterte Klimaproteste), während man der Bauernlobby die Stiefel leckt?
Und da wundert es die Leute auch noch, wie resigniert/depressiv und politikverdrossen schon viele in jungem Alter sind…
Die Gefahr ist nicht das Internet oder irgendwelche Sozialen Netzwerke für die Jugend, sonder Erwachsene/Politiker, die einfach keinen Plan mehr haben was Sache ist und nur Klientelpolitik betreiben.
Zustimmung bis auf: „Vielzahl von Menschen, die durch den Konsum solchen Materials gefährdet werden kann. Gegenüber all diesen Menschen hat der Staat eine Schutzpflicht.“
Welches Material ist hier konkret gemeint? Ich möchte nicht vom Staat „geschützt“ werden. Viel wichtiger wäre der Fokus auf mögliche Verstöße von Persönlichkeitsrechten. Filme wie SAW etc. würden dann wohl auch darunter fallen? Sofort verbieten! Sorry, aber in der heutigen Zeit sollte man seine Worte konkreter wählen, da man vieles falsch verstehen kann.
Den Menschen Schutzmittel an die Hand geben, damit sie sich schützen können, und nicht in entsprechende Inhalte hineinlaufen (müssen). Also entscheidet der Mensch über den Filter, was auch beinhaltet, das Kinder eben an die Hand genommen werden, i.e. die Eltern über die Filter entscheiden (müssen).
Stimme in vielen Punkten mit Carla Siepmann überein.Anfang der 70iger Jahre war man erst mit 21 volljährig und hatte kein Wahlrecht usw., heute werden 17Jährige von der Bundeswehr gemustert.Ich bin der Meinung,mit 16 ist der Mensch schon volljährig und auf dem Weg dahin sollte er alles lesen und anschauen können was er will.Fuer das Verbot von gewalttätigen,diskriminierenden und sexistischen Inhalte ist unsere Regierung zuständig,und zwar in allen Medien.